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Das wandelbare Rechenzentrum

SCHÄFER IT-Systems entwickelt bewegliches Server-Rack für Thales Deutschland

Am 28. Mai 2014 war es so weit: Für rund 1.500 Beschäftigte des Technologieunternehmens Thales Deutschland begann der Umzug von den bisherigen drei Standorten Stuttgart-Zuffenhausen, Korntal und Pforzheim in die neue Unternehmenszentrale in Ditzingen. Auf dem von der Ed. Züblin AG als Generalunternehmer errichteten Technologiecampus sind seither die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Thales-Geschäftsbereiche Bahnleit- und Sicherungstechnik, Luftverkehrsüberwachung und -steuerung, Raumfahrt sowie Sicherheit und Verteidigung tätig. Auch die Geschäftsführung und zentrale Abteilungen wie Finanzen, Personal, Einkauf, Recht und Kommunikation haben in der nordwestlich von Stuttgart gelegenen Mittelstadt ihr Domizil gefunden.

Damit ein Umzug dieser Größenordnung ohne größere Produktivitätsverluste vonstatten geht, muss die technische Infrastruktur am neuen Standort vom ersten Tag an reibungslos funktionieren. Die Herausforderung daran: Das Rechenzentrum, das neben Ditzingen auch noch weitere Thales-Standorte in Deutschland versorgt, musste im neuen Gebäude ebenfalls neu errichtet werden. Von Projektbeginn an stand fest, dass nur ein kurzes Zeitfenster zwischen der Fertigstellung des Gebäudes und dem Bezug der Büros zur Verfügung stehen würde. Frühzeitige und intensive Vorbereitung sei daher unerlässlich gewesen, betont Michael Mahler. Als Leiter IT Infrastruktur  im Bereich Information Systems bei Thales Deutschland verantwortete er die Errichtung und Inbetriebnahme des neuen Rechenzentrums. Bereits anderthalb Jahre vor der Realisierung habe er die ersten Gespräche mit SCHÄFER IT-Systems geführt, erinnert sich Mahler.

Einheitliche Ausstattung

Mit gutem Grund: Die termingenaue Lieferung und Errichtung der fünf Kaltgangeinhausungen und 86 Serverracks von SCHÄFER IT-Systems war schließlich die Voraussetzung dafür, dass die Server und Switches ebenso termingerecht eingebaut werden konnten. Dabei galt es einen abgestuften Plan zu beachten, da Thales sein Datacenter in drei separate Datarooms unterteilt hat: zwei für den redundanten Betrieb des Rechenzentrums und einen für Backup-Aufgaben. Diese wurden von Schäfer IT-Systems in zwei Arbeitsschritten von drei Tagen im April 2014 und sieben Tagen im Mai 2014 errichtet.

Während das Team von Michael Mahler gemeinsam mit Siegfried Bachmann von SCHÄFER IT-Systems die Rack-Infrastruktur plante, installierte Ed. Züblin als Generalunternehmer die Basis-Verkabelung im Haus. Diese verbindet die einzelnen Arbeitsplätze mit den Datarooms und endet in den Kaltgängen. Die 18 Netzwerk-Racks für das Cabling wurden auf Wunsch von Thales ebenfalls von SCHÄFER IT-Systems an Züblin geliefert. „Um eine einheitliche und kompatible Ausstattung zu erreichen, wurde vereinbart, dieselben Komponenten einzusetzen. Die Verkabelung wurde in Schäfer-Racks terminiert, die wir dann anschließend in den Kaltgang integriert haben“, erläutert Michael Mahler.

Doppelte Premiere

Der lange Vorlauf für das Projekt hatte aber neben dem ehrgeizigen Zeitplan noch einen anderen Grund. Thales Deutschland wünschte sich für das neue Rechenzentrum eine Sonderanfertigung: Racks auf Rollen. Der Hintergrund ist, dass bei Thales Deutschland viel Engineering betrieben wird, das immer wieder spezielle Entwicklungsumgebungen erfordert statt Racks mit Standardbestückung. Die Konsequenz daraus, so Michael Mahler: „Wir haben zusammen mit Schäfer ein Feature entwickelt und realisiert, das uns wichtig war: Wir können einzelne Racks aus dem Kaltgang-Verbund entnehmen, im Labor neu bestücken und testen. Das so vorkonfigurierte System wird dann als Einheit wieder im Rechenzentrum eingebaut.“ Doch klafft dann während der Neubestückung nicht plötzlich ein Loch in der Einhausung, das die klimatechnisch sinnvolle Trennung von Kalt- und Warmluft stört? Nein, denn um die Kaltgangeinhausung abzudichten, hat SCHÄFER IT-Systems ein spezielles Schottungsrack konstruiert. Dieses kann man leicht in die entstandene Lücke einbringen, wo es als „Luftstöpsel“ fungiert.

Für die Konstrukteure von SCHÄFER IT-Systems war es das erste Mal, dass sie eine Lösung mit im Betrieb austauschbaren Racks entwickelt haben – aber keineswegs die erste kundenspezifische Entwicklung. Tatsächlich habe die Kernkompetenz von SCHÄFER IT-Systems, solche „Maßkonfektionen“ zu liefern, wesentlich dazu beigetragen, dass Thales Deutschland sich für diesen Lieferanten entschieden habe, sagt Michael Mahler und präzisiert: „Schäfer verbindet die Vorteile eines standardisierten Komponenten-Systems mit der Möglichkeit, flexibel auch individuelle Lösungen einzuarbeiten.“

Eine Premiere war das Projekt für SCHÄFER IT-Systems auch in anderer Hinsicht: Erstmals wurde ein so umfangreiches kundenspezifisches Projekt auf der Basis des neuen IS-1-Racks realisiert. Dieses Serverschrank-Layout bildet seit 2014 die Grundlage für das Komponenten-System von SCHÄFER IT-Systems. Zubehör wie der zur Lenkung von Luftströmen eingesetzte AirTube Switch, der in modifizierter Form auch bei Thales Deutschland im Einsatz ist, sind auf den IS-1 abgestimmt.

Dass bei Projekten, die nicht nur „katalogmäßig“ angeboten werden, immer wieder Abstimmungsbedarf entsteht, liegt auf der Hand. Michael Mahler unterstreicht, wie sehr der Projekterfolg von den kurzen Wegen zwischen Vertrieb und Konstruktion bei SCHÄFER IT-Systems profitiert habe. Die Flexibilität und Kundenorientierung des Lieferanten habe man als sehr zufriedenstellend empfunden. Deshalb könne er sich eine Zusammenarbeit mit SCHÄFER IT-Systems auch bei künftigen Projekten durchaus vorstellen, sagt Mahler und resümiert: „Die intensive Zusammenarbeit mit unserem direkten Ansprechpartner Herrn Bachmann, dem Innendienst in der Zentrale und die Aufmerksamkeit der Bereichsleitung bei Schäfer haben den Erfolg des Projektes abgesichert.“

 

www.schaefer-it-systems.de

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Julia Niederer

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